Hieb und Schnittfest

Lehrgangsimpressionen von einem ungewöhnlichen Messerlehrgang in der Schule für Kampfkünste in Essen.
Geschrieben von einem der auszog, um die hohe Kunst des Messerkampfes zu lernen.
Messerlehrgang
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Lehrgangsimpressionen von einem ungewöhnlichen Messerlehrgang

13 mutige Ritter und eine mutige Amazone wurden nach Angabe von Blutgruppe an eine Vielzahl unterschiedlicher Messer herangeführt. Erste Schnitt und Stichübungen zeigten eine spannende Dynamik der Bewegung mit einem Messer. Nach diesen Übungen fühlten wir uns wie die Jedi Knights mit unseren Jedi Knifes.

Im folgenden Theorieteil lernten wir einiges über unsere Körper und wie leicht diese mit einem Messer zu beschädigen sind. Herz-, Lungen-, Nervenverletzungen und Verbluten wurde uns als Gefahr eines Messerangriffes nahe gebracht. Nachdem  wir in Bildern und Worten die Auswirkungen von Messern gesehen hatten, schwand unser Interesse an Messerkämpfen doch merklich.

Als dann die Farbmarkierungsmesser im Sparring und in Partnerübungen eingesetzt wurden, und alle Treffer als Markierung sichtbar waren, war die Erkenntnis da, einem Messerkampf sollte man aus dem Weg gehen.

Nach 5 Stunden Stichen, Schnitten, Paraden und Versuchen der waffenlosen Messerabwehr waren einige Liter Schweiß geflossen und alle Teilnehmer ausgezehrt und erschöpft. Zum Schluss flogen noch die Socken tief und die Ritter versuchten sich noch von Lippenstift zu befreien...

Auf dem Heimweg, waren sich alle Teilnehmer einig:
Ein super Lehrgang, interessantes medizinisches und kämpferisches Wissen erlangt. So einen Lehrgang besuchen wir gerne wieder, aber Messerkämpfe muss man vermeiden.